Cranio Sacral Balancing hat das Ziel den Körper dabei zu unterstützen und die Selbstheilungskräfte des Menschen zu aktivieren. Dies geschieht mit Hilfe des Cranio Sacralen Impulses. Dieser Impuls ist eine rhythmische, gleichmäßige Bewegung (ca 6-12x pro Minute) im Körper jedes Menschen, hervorgerufen durch eine wellenartige Fließbewegung des Hirnwassers innerhalb der Hirnhäute. Diese Bewegung überträgt sich auf das sogenannte Cranio-Sacrale-System und von diesem weiter auf den gesamten Organismus.

Zum Cranio-Sacralen-System gehören die Schädelknochen, das Nervensystem mit Gehirn, Rückenmark und Nerven, Liquor (Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit), die zugehörigen Bindegewebshäute und das Kreuzbein.

Wenn es zu Abweichungen des Bewegungsmusters kommt, einer eingeschränkten Bewegung etwa oder zu einem Bewegungsstopp, so nennt man das Läsionen (Störungen). Durch diese Läsionen kommt es zu Fehlstellungen und in weiterer Folge können Schmerzen auftreten.

Durch Cranio Sacral Balancing können dieses Läsionen erkannt und durch die Anregung der Selbstheilungskräfte korrigiert werden. Wenn es gelingt die Bewegungseinschränkungen zu lösen, kann die Energie wieder ungehindert fließen, wodurch sich das Wohlbefinden auf physischer und psychischer Ebene erhöht und das energetische Gleichgewicht wieder hergestellt wird.

Entstehung der Cranio Sacralen Impulsregulation

Die Cranio Sacrale Impulsregulation ist eine Weiterentwicklung der Osteopathie.

W.G. Sutherland (1873-1954), ein Schüler Stills, konnte nachweisen, dass die Schädelknochen nicht gänzlich verknöchern sondern minimale Bewegungen zulassen.

Nachdem er lange Selbstversuche an sich durchführte mittels einer „Kopfschraube“ kam er zu dem Schluss, dass unser Knochensystem nicht fest und starr ist, sondern dass auch nach Abschluss des Schädelwachstums ein Spielraum zwischen den Knochen sein muss. Dieser Spielraum ermöglicht die Bewegungen der einzelnen Knochen.

Was passiert während einer
Cranio Sacral Balancing Sitzung?

Vor der Sitzung ist es wichtig, dass der Klient eine eventuell vorhandene Brille und auch den Gürtel ablegt, da diese Dinge sonst den Tastbefund einschränken.

Der Klient liegt entspannt auf dem Rücken auf einer Liege. Mit den Händen wird der Cranio Sacrale Impuls an den Beinen, am Becken, am Kreuzbein, am Brustkorb, an den Schultern und am Kopf ertastet. Dabei kann festgestellt werden, ob sich alle Knochen frei bewegen können oder ob es irgendwo Bewegungseinschränkungen oder Unregelmäßigkeiten im Bewegungsablauf gibt.

Sanft wird der Körper dazu angeleitet die richtigen Bewegungen wieder auszuführen indem die Bewegungen der einzelnen Knochen wieder in Harmonie gebracht werden.

Während dieser Sitzung stellt sich meist eine tiefe Entspannung ein und nach etwa 2-3 Tagen kann es zu einer positiven Veränderung kommen.

Um die gesetzten Impulse gut zu verarbeiten ist es wichtig am Tag der Sitzung und vielleicht noch am nächsten Tag sich etwas mehr Ruhe zu gönnen und wenn möglich Stress und intensive körperliche Anstrengung zu vermeiden.

Judith Schoitsch

Indikationen

Beschwerden des Bewegungsapparates

  • Steißbein
  • Kreuzbein
  • Wirbelsäule
  • Rückenprobleme

Beschwerden im Kopfbereich

  • Kopfschmerzen
  • Migräne

Bei stress- und spannungsbedingten Störungen

  • Vitalitätsverlust
  • Burn-out-Syndrom
  • bei Unruhe
  • Übermüdung
  • Schlaflosigkeit
  • zur Entspannung

Bei vegetativen Störungen

  • Sodbrennen
  • Magen-Darmprobleme
  • Menstruationsbeschwerden
  • Ptosen

In der Rehabilitation

  • nach Unfällen und Stürzen
  • nach Knochenbrüchen
  • nach Operationen

Kontraindikationen

  • Tumor
  • Epilepsie
  • Fieber
  • akute entzündliche Erkrankungen